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Bildbearbeitungsprogramme - It's magic or not?

Die Bildbearbeitung spielt in der modernen Fotografie eine nicht zu unterschätzende Rolle. Poren verschwinden, Falten werden geglättet, Farben tauschen die Plätze und, und, und.

Wenn der Grundgedanke der Fotografie noch immer der ist, dass man Aufnahmen fabriziert, die schon für sich alleine eindrucksvoll sind, kommt kein professioneller Fotograf um die Bearbeitung herum. Die perfekte Voraussetzung für eine Bearbeitung die nach Gekonnt und nicht nur nach Gewollt aussieht, ist die Aufnahme in RAW und korrekter Belichtungszeit.

RAW bietet bei der Bearbeitung die meisten Bilddateien, wenn die Aufnahme korrekt ausgeführt wurde. Hier wird die Aufnahme mindestens grundbearbeitet. Ob nach der Umwandlung in ein gängiges Format wie JPG noch mehr ansteht, kommt ganz auf das gewünschte Ergebnis an. Das Bild in diesem Artikel beispielsweise kann mit einer einfachen Aufnahme nicht erreicht werden. Die Grundaufnahme wurde in Farbe gemacht. Im RAW-Conventer ging es an die Feinjustierung der Kontraste, die Nachschärfung und eventuelle Farbanpassung. Nach der Umwandlung in ein gängiges Format, wurde erst der Effekt, der dieses Foto zu einem Eyecatcher macht, erarbeitet.

Die Programme die hierzu vorhanden sind, wirken mannigfaltig und unzählig. Das schlimme ist: es kommen jährlich noch neue dazu. Eine Liste würde hier also den Rahmen sprengen, wäre nur kurz aktuell und Onkel Google wüsste innert Sekunden auch mehr, als ich hier von mir geben könnte.

Aus diesen Gründen beschränke ich mich hier auf, aus meiner Sicht, die beiden Hauptakteure in der Branche. Dies ist eine einzelne Meinung und trifft sicherlich nicht die alle Geschmäcker.


Von den kostenpflichtigen Programmen kann ich für Laien wie auch Professionelle Fotografen den Marktführer der Bildbearbeitungsprogramme – Adobe Photoshop Lightroom empfehlen.

Jahrzehntelange Erfahrung in der Programmierung von professioneller Bildbearbeitungssoftware hat der Marktführer Adobe. Mit seinen Anwendungen Adobe Lightroom und Lightroom Classic findet sich die Bildervorauswahl, RAW-Entwicklung, Bildbearbeitung und der Im- und Export auf Clouds auf einer Plattform.

Die wichtigsten Handgriffe in der Bildbearbeitung werden mit Lightroom erledigt. Zahlreiche Tutorials und Presets sind in Internet zu finden, so ist das Erlernen des Programms leicht gemacht. Dennoch sind einige Funktionen nicht intuitiv zu finden und für ein schnelles Editing teilweise zu umständlich. Dennoch behauptet sich Adobe Lightroom sicherlich noch lange Zeit an der Spitze der Bildbearbeitungsprogramme. KI-Funktionen sind nicht zu finden, echte Retusche oder das Tauschen eines Hintergrunds müssen mit dem Hauptprogramm Adobe Photoshop durchgeführt werden.

Beide Bildbearbeitungsprogramme bietet Adobe nur als Abo-Modell an, allerdings beinhaltet dieses auch eine App für Tablet oder Smartphone.


Pro:

  • Alle Schritte in einem Programm

  • RAW-Formate werden ohne Umweg importiert

  • Unzählbare Tutorials und Tipps verfügbar

  • Ausgereifte Software die stabil läuft, regelmäßige Updates

  • Fotopaket beinhaltet Adobe Photoshop – Die Wahl der Profis zur Bildbearbeitung

Contra:

  • Abonnement für ein Jahr nötig

  • Aufgrund umfangreicher Funktionen Einarbeitungszeit nötig

  • Keine KI-Bearbeitung


Als kostenloses Tool für die Bildbearbeitung, welches vor allem für Laien interessant sein könnte, kann ich GIMP empfehlen. Ein wenig geeky, ein wenig nerdy, aber durchwegs zielorientiert.

Seit fast 25 Jahren ist GIMP als Linux-basiertes Bildbearbeitungsprogramm die kostenlose Wahl. Über die Jahre ist die Freeware ausgereift und bietet eine reichhaltige Palette an Bearbeitungsmöglichkeiten. Durch eine große Community sehen viele Plug-Ins und Filter-Presets zur Verfügung.

Trotz schlichter Bedienoberfläche bedarf das Programm einer gewissen Einarbeitungszeit auch für fortgeschrittene User. Eine direkte RAW-Entwicklung ist nicht möglich, so muss über ein Plug-In eine weitere Software wie Adobe RAW Converter installiert und verwendet werden.

Alle relevanten Einstellungen bei Farbsättigung, Kontrast, Helligkeit und Tonwerten sind vorhanden. Ebenen basiertes Arbeiten ebenso gegeben, der Export in die gängigsten Datenformate ebenso.


Pro:

  • Kostenloses Bildbearbeitungsprogramm mit großer Community und regelmäßigen Updates als Alternative zu Photoshop und Co.

  • Verfügbar für Windows und Mac iOS

Contra:

  • Umständliche Installation

  • Teilweise verwirrende Oberfläche

  • Benötigt längere Einarbeitungszeit


Mit beiden Softwaren können unglaubliche Bearbeitungsskills eingesetzt werden. Bei beiden muss man sich aber erst einmal einarbeiten und kann nicht direkt loslegen.











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